Andrej v. Amady

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                                 anonymus                                                        

                                                         

             ANDREJ von AMADY

                            Liebe und Wahnsinn
                               in finsterer Zeit    


7.
Nach der Abdankung des Königs, 1947, wurden die wichtigsten, tüchtigsten Männer der königlichen Regierung verhaftet. Kamen in den Kerker. Der Terror fing aber erst an. Es gab damals kaum fünfhundert Mitglieder der kommunistischen Partei. Die Sowjets wählten ihre Leute aus den rumänischen Reihen. Und diese dann die faulsten und dümmsten Männer und Frauen der Dörfer und Städte, die kaum ihren eigenen Namen schreiben konnten. Sie wurden dann wichtige Parteimitglieder, Gefängniswärter, Folterer usw. Beinahe alle wichtigen Köpfe des Landes kamen in den Kerker. Überall. So wurde der Kopf des Landes abgeschnitten. Die rumänische Intelligentia ausgerottet. Religion wurde laut Marx zum Opium des Volkes abgestempelt. Der Kirchgang verboten. Viele der mutigen Pfarrer, die nicht auf ihren Glauben und ihre Religion verzichten wollten, wurden auch verhaftet. Viele von ihnen als IM Spitzel benutzt. Die Bauern mussten ihr Land und Gut an die Genossenschaften abgeben. Diejenigen, die sich weigerten, wurden an Ort und Stelle erschossen. Andere kamen in die Verließe. Viele versteckten sich in den Gebirgen und kämpften dort weiter, als Partisanen. Fast alle warteten vergeblich auf die Amerikaner. Es war damals das Zauberwort; und die einzige Hoffnung. Sie wurden bis Ende der sechziger Jahre gejagt und vernichtet. Familien, die ihnen mit Lebensmittel oder Unterkunft halfen, wurden auch verhaftet. Die Gefängnisse waren zum Bersten voll. Die Gefangenen wurden als Bergwergkräfte ausgebeutet. Viele kamen dort ums Leben. Später, während des Kanalprojektes Donau-Schwarzes Meer, wo sie zu Tausenden umkamen. Wer sich einen Witz oder eine Kritik über die aktuelle Regierung erlaubte, wurde in der Nacht verhaftet. Nicht mal die Ehefrau durfte fragen,


wo ihr Mann war. Machte sie das,wurde sie auch verhaftet. Sie verschwanden ohne eine Spur; viele, für immer. Wenige kamen zurück. Meistens als Zombies. Die Kinder wurden gedrillt die Gespräche ihrer Eltern mitzuhören und sie bei den Schulbehörden zu entlar-ven. Angst herrschte überall. Angst, Kälte und Hunger. Viele Flüchtlinge aus der Bukowina kamen nach Siebenbürgen; viele Waisenkinder. Moldauer. Besonders in Kronstadt, damals als Stalin-Stadt bekannt. Es herrschte überall Terror. Und langsam wurden nahezu alle zu Mitläufern des Systems. Jede Woche fand wenigstens eine langweilige Sitzung statt. Wo in der üblichen Holzsprache der Parteileute die wunderbaren Errungenschaften des Kommunismus und Sozialismus gepriesen wurden. Alles mit einem bedrohlichen Unterton. Überall in den Fabriken und Schulen hingen die Bilder der Retter der Welt, Lenin, Stalin, Marx, Engels, als auch derjenigen der damaligen Regierung. Nach 1964, als der Diktator an die Macht kam, erfuhr am Anfang das Land sechs Jahre der Öffnung und der ziemlichen Liberalirung. Um sich langsam in eine Diktaturmaschinerie zu stilisieren. Als im Jahre 1968 der rumänische Führer sich weigerte gegen die Tschechen, zusammen mit den anderen Länder des Warschauer Paktes teilzunehmen, schlugen ihm und den Rumänen die Sympathien des Westens entgegen. Viele rumänische Fachleute tauchten im Westen als IM Spitzel der rumänischen Regierung unter und wurden von den gutgläubigen Regierungen der West-Länder herzlich aufgenommen. Sie wurden in wichtigen Firmen und Instituten aufgenommen. Von dort aus liefen dann die Informationen Via Bukarest nach Moskau. Ein schöner Schachzug der rumänischen Regierung und seines Diktators. Ich wundere mich heute noch über die Blauäugigkeit der französischen Intellektuellen, von denen sehr viele der kommunistischen Partei angehörten. Darunter sehr viele und wichtige Schriftsteller. Sie hatten keine Ahnung, was in der Sowjetunion und in den sogenannten kommunistischen Ländern wirklich passierte. Wollten es auch nicht wahrnehmen. Glaubten es nicht. Man sieht immer, was man denkt und glaubt. So verbohrt waren sie. Einige auch heute noch, in Frankreich und Italien. Teilweise auch in Spanien. Aber auch in anderen westlichen Ländern wie Amerika, wo am Anfang die Leute aufstanden, als der Name Stalins erwähnte wurde. Und dabei handelte es sich nicht unbedingt um Kommunismus oder Sozialismus. Sondern um Stalinismus. Stalin hatte über vierzig Millionen Russen in den Gulags und in der Ukraine umbringen lassen. „Ein Mann, ein Problem. Kein Mann, kein Problem“, pflegte er immer zu sagen. Wie konnte der Westen dies nicht einsehen? Nur Propaganda? So wie die Potemkiaden, als über Nacht Straßen, Städte, völlig verwandelt wurden. Gebäude aus dem Boden sprießten. Riesige Bäume eingepflanzt und Bagger im Boden verschanzt wurden. Nur weil „der geliebte Sohn des Volkes“ (auch ein Menschensohn…), für einige..........

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