Dan Laurentiu

                                                                                                              

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                         Dan Laurentiu - alt

                              

 
         
DAN LAURENTIU

                  (1937 - 1998)



Das Porträt des Künstlers als erwachsener Mann

Heute wird das Licht deines Lebens
gefeiert
von den Mauern
einer gotischen Stadt

heute erwartest du den Schnee dort im Schatten
dort wo die entflammten
Farben des Sommers
sich an das Porträt des Künstlers erinnern

an diesem gerechten Tag
schließt sich der große Zyklus der Jugend
und das moralische Gesetz
wirft dir den weißen Handschuh hin

die gotischen Mauern behüten dein Wesen
an diesem entscheidenden Tag
behütet sei das Porträt des Künstlers
von dem Horizont des Meeres

gleichsam einer Kathedrale der Zeit
ist mein Geist
gleichsam einer Stadt der Geschichte
ist mein Leben

heute wird das Licht
meiner Augen
behütet
von den Mauern einer gotischen Stadt

du wirst dich erinnern
daß ich dir gesagt habe
wieviel Leben
soviel Tod

       
ich werde mich erinnern
daß du mir geantwortet hast
wieviel Geschichte
soviel Zeit

an dem heutigen Feiertag
erwarte ich daß der Schnee mit seinem weißen
Handschuh aus deinem Gedächtnis löscht
das Porträt des Künstlers

 

Das Gedicht

Ich schaue durch das von bitteren Winden
geschlagene Spitzengewebe
und wenn ich sehe daß es den Regen bringt
habe ich weiße Finger lang wie ein Klavier

jenseits des Vorhangs durch welchen ich verloren schaue
umarmt der Affe meines Traumes
die Stricke des Regens und steigt weit hoch
kokettierend mit den beinahe falschen Blättern

das Lächeln nur durch das Fließen der Zeit
ist im Lachen zu hören das mir nicht gefällt
ich bleibe im Zimmer und mache Hypothesen
und draußen springt von Ast zu Ast
der Affe meines Traumes

 

Ein griechischer Philosoph

Die Sonne stampft wie ein Teufel
auf den Stufen wo ich schlafe versenkt ins Meer
ein Hufschlag an die Tür welch ein Schicksal
gut oder schlecht kündigt sich an

die Gefühlswelt ist
in ständiger Bewegung
die Verstandeswelt ist
in dauerhaftem Stillstand

derart entsteht das dynamische
Gleichgewicht das Chaos verwandelt sich in Kosmos
und der Letzte liegt auf der Lauer
er lauert auf die Ankunft des Chaos

ein griechischer Philosoph lächelt
auf dem Nachttisch ein griechischer
Philosoph spricht nicht
über ein gutes oder schlechtes Schicks


 

 Traducere//Übersetzung: Herbert-Werner Mühlroth

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