Werner Goebl

                                                                                                             

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                 Der Eisbecher und Ähnliches

 (aus ”Der verlorene Tag”, Winterwork Verlag, 2021)


Diese Geschichte hat sich ereignet in einem Kurort der eine Besonderheit besitzt. Für Touristen nennt man es Attraktion. Es ist eine kleine Stadt die sich ungefähr in der Mitte unseres Landes befindet. Den Name werde ich nicht erwähnen. Es ist durchaus möglich, dass der eine oder andere Leser diesen Ort erkennen wird. Hier geht es um Patricia und Paul. Auch über sie werde ich nicht viel verraten. Sie werden sich, im Laufe der Geschichte, selbst vorstellen. Abgesehen davon, dass der Vorname von beiden mit dem gleichen Buchstabe anfängt, haben sie noch sehr viele Ähnlichkeiten. Ob der Zufall ihre Wege gekreuzt hat, lasse ich in der Luft hängen. Philosophieren ist nicht gerade meine Stärke. Es ist Anfang Frühling. Beide sind fast sommerlich bekleidet. Kein Wunder bei so einem herrlichen Wetter wie an jenem Tag. Sogar mir fällt es schwer zu beurteilen wann der Flirt zwischen den beiden begonnen hat. Vielleicht ist es gar nicht das richtige Wort, aber mir fällt nichts Besseres ein. Bei einem Flirt sind die Absichten und das Ziel vorgegeben. Das ist hier nicht der Fall. Es ist Samstag und Spätnachmittag. Wir befinden uns auf einem kleinen Parkplatz vor einer Eisdiele. Paul wollte gerade in seinen schwarzen Corsa einsteigen und nachhause fahren, als Patricia aus ihrer weißen Corsa ausstieg und Richtung Eisdiele ging. Plötzlich hatte er Lust auf ein Eis. Es war noch nicht vollbetrieb aber die Terrasse war gut besetzt. Paul musste sich eine Weile umschauen um einen freien Tisch zu entdecken. Während er sich hinsetzte, blätterte Patricia schon die Eis Karte um. Als Paul sich damit beschäftigte, schaute sich Patricia um. Warum ihr Paul aufgefallen ist, kann man leicht nachvollziehen. Er saß, genau wie sie, alleine da. Paul suchte mit dem Augenblick nach der Bedienung. Er fand sie an Patricias Tisch. Das hübsche Mädchen ging anschließend zu ihm.

-Was darf es sein? , fragte sie freundlich

   
-Ein Überraschungsbecher. , antwortete er ganz normal.
- Also noch ein Überraschungsbecher! , sagte die Bedienerin mehr für sich selbst.
- Und ein Espresso. , fügte Paul hinzu.
- Und das auch noch! , sagte sie diesmal lauter aber auch mit einem freundlichen Ton.
-Wie meinen Sie das? , fragte er ein bisschen verwirrt von dieser Äußerung.
-Sie haben dieselbe Bestellung gemacht wie die Dame vor Ihnen. , kam prompt und mit einem Lächeln im Gesicht die Antwort.

Noch bevor der Espresso kam, zündete Paul eine Zigarette an. Patricia hat das auch getan, aber erst nachdem sie ihren Espresso bekam. Nein, sie haben nicht die gleiche Marke geraucht. Das wäre ein bisschen übertrieben. Nachdem Paul seine Zigarette angezündet hat, warf er ein Blick auf Patricias Tisch. Es war zum ersten Mal, dass ihre Blicke sich trafen. Im Gegensatz zu Pauls Blick war Patricias Blick noch neutral. Das hat sich auch bei ihr geändert nachdem die Eisbecher eintrafen. Mittlerweile haben viele Eisdielen für verschiedene Eissorten die entsprechenden Eisbecher. Und wenn es schon ein Überraschungsbecher ist, der muss dann auch auffallen. Setzt man noch dazu die kleine Espresso Tasse, kann man leicht verstehen warum Patricia ein bisschen verträumter geworden ist. Ansonsten kreißten ihre Gedanken um den wunderschönen Tag, den sie bis dahin erlebt hat, herum. Und der war noch nicht zu Ende. Paul, dagegen, versuchte sich zu beruhigen mit dem Gedanke <Es kann mal vorkommen, dass zwei Menschen dieselbe Bestellung machen!>. Paul hat sein Eis nicht wie eine Suppe gegessen, aber, um es genauer zu beschreiben, viel schneller genossen als Patricia es getan hat. Über das was geschehen ist bis beide mit dem Eis fertig waren, möchte ich nur kurz berichten. Ihre Blicke trafen sich öfters und wurden zunehmend geschmückt mit Gesten und Mimik die man ernstnehmen kann aber nicht muss. Ich, als Schriftsteller, würde es bezeichnen als ein <unschuldiges Vorspiel>. Nachdem Paul mit dem Eis fertig war, hat er sich noch eine Zigarette angezündet und der Bedienerin ein Zeichen gemacht, dass er bezahlen möchte. Patricia hat auf die Zigarette verzichtet aber auch die Bediener aufmerksam gemacht, dass auch sie bezahlen möchte. Er hat gewartet bis sie aufgestanden ist und erst danach tat er es auch. Da muss man nicht lange um den heißen Brei herumdrehen. Es war eine eindeutige Einladung, dass er mit ihr ins Gespräch kommen will. Diese Einladung hat Patricia gern angenommen. Nun standen sie sich gegenüber vor der Eisdiele und vor dem Parkplatz. Ich möchte jetzt niemanden foltern (ich meine das geistig gesehen), aber ich erlaube mir die Frage: Was würden sie sagen in so einer Situation?

-Ich bin Paul!
-Patricia! , erwiderte sie.......... 

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