Hans Dama

                                         HANS DAMA - web 1

 

                   HANS DAMA  


                                                 
            
Zwischen Tageszeiten
 



      Heranpirscht sich der Abend leise,
     umfängt gar gütlich Tag und Nacht;
     von fernher wehmütige Weise
     als Abschiedsständchen dargebracht.
 

     Der Wandrer müde, lauscht ergriffen,
     dem wehmütigen Abschiedsklang;
     dem Tag die Augen zugekniffen,
     erlöst lieblicher Nachtgesang.
 

     Allmählich schweigen Wald und Wiese,
     in Überflutung Nachtesruh;
     fern lärmt die Stadt als Ballungsriese
     deckt Unzulänglichkeiten zu…


     Wirre Gedanken ruhn und klaren,
     Entspannung greifet um sich her.
     Die Fleißesstunden mühsam waren,
     und das Gemüt belastend schwer.
 

     In Traumwelten versenkt, vergraben,
     entsteht gar manches Paradies,
     in dem sich zielerreicht nun laben,
     die Glück im Alltag stets verließ.

 

    19./20. März 2017

                 Heimweh

 


     Möcht‘ dir gern die Wiese zeigen,
     wo ich einst spazierenging,
     tanzte schon als Kind den Reigen,
     als der Mond in müden Zweigen
     und an stummen Wipfeln hing.

    Wo der Himmel sich der Erde
     klanglos fügt zur Einheit hin,
     hurtig sich gleich einer Herde
     zauberhafte Wesen zieh‘n.

     Will dir von dem See erzählen,
     dessen klares Auge strahlt,
     in des Waldes tiefsten Seelen
     dunkelgrüne Iris malt.

     Gähnend dösen enge Zeilen,
     die wie Bühnenbilder steh‘n,
     wenn durch die verwaisten Gassen
     bleierne Gedanken geh‘n.



            Zigeunerberg in Rekasch

 


     Schneeverhüllte Rebarmeen
     träumen wintereingeweißt,
     ahnungslos im Windverwehen
     nächtens Eisigfrost scharf beißt.

     Rebtentakeln eingefroren,
     Hüllen wehren ab den Sturm.
     Wand’rer stapfet traumverloren
     hoffnungsfremd – kein weisend Turm:

     Finsternis: sein Lichtlein fehlet,
     kein Geleit zum warmen Herd,
     Zeitegal, wenn schon nichts zählet
     hier auf dem Zigeunerberg.

     Endlich lichtscheu Mondeskreise
     blassen spärlich Existenz;
     trancebefallen, Schritte leise 
     revanchierend Reverenz.
….......           

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