Hans Dama

                                                                                                              

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           HANS DAMA

 


                 HERBSTGEDICHTE


Herbstabend


Es schweigt die Stadt
im herbstlichen Hauch,
der nasse Asphalt
gleicht einem Spiegel.
Ein Lichtermeer
tränkt chaotisch die Stadt.
Der Regen fällt
in stählernen Tropfen.
Es schläft die Allee
im herbstlichen Hauch,
im Winde stöhnen
gebrechliche Äste.
Verlassen die Bänke
und blätterbedeckt,
schlummern vereinzelt,
bald sterben sie auch.
Ich stehe am Fenster
und blick in die Nacht.
Sie steigt allmählich
hervor aus Zysternen
und läßt ihren Schleier
nun habgierig fallen.
Ich drehe mich um:
Es ist vollbracht!
 

Durch Herbstalleen

Es rostet der Herbst aus matten Rosen
im zögernden Strahl;
langatmig husten hurtige Winde
endlose Elegien
unermüdlich,
distant.

   
Chronische Alleenseufzer begleiten bleierne Schritte,
ich vernehme sie kaum,
irgendwo verliert sich ihr Hauch
und das Seelendickicht spinnt die einsamen Netze.
So nah schien mir noch nie die Ewigkeit.
Zugreifen, festhaltend aneignen ...
Das Herz will wollen,
dem Geist bleibt letztlich doch der Trümpfefächer offen,‘
tranceabweisend:
Du mußt den Winter noch erleben,
überleben

 

Durch einen Herbstfriedhof

Am Horizont blättern die Strahlen
müde und bunt;
Gezeiten den Sommer uns malen
unverblümt ins Rund.
Magnetisch die Erde im Rufen
verlockend, doch kalt.
Auch uns winken glitschige Stufen,
verschlingen uns bald.
Erwägungen werden erdrosselt
röchelnd im Schlund.
Ein letzter Gedanke noch rasselt
und windet sich wund.
Geweiht sind wir bloß für die Schollen:
zuletzt – ein Weg.
Zerschmettert ist Hoffen und Wollen:
am Ende – ein Steg.

 

Weinlese

Das Lächeln gelb und schwarz und dunkelrot
gleitet in kecke Leserhände, Winzerbrot
nennt man die feisten Kugeln, schwer gesüßt
an langen Sonnentagen, jetzt gesüßt
als der Natur Vollendung.
Durch Rebspaliere, endlos dicht,
mühen sich Körbe vorwärts mit Gewicht,
und mit Zufriedenheit das Winzerherz geladen
stürzen doch Perlenstränge in Kaskaden
den Büttenschlund hinunter.
Gefräßig schluckt das Nimmersatt der Räder
zermalmtes Fleisch, entblutet durch die geilen Bäder,
entziehn ihm das Aroma mit unendlich sturer Kraft,
und aus dem Korpus nur noch bloße Leere klafft ...
doch voll das Winzerlächeln.  ..........

           Bild-Im-Morgenwald

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