Herbert-W.Mühlroth

                                                                                                              

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                                Herbert -W. Muehlroth

                              

 
 HERBERT-WERNER MÜHLROTH


             DEUTSCHE NAMEN VERHINDERN
         ZUGANG ZUR NATIONALMANSCHAFT

 


2017 führte ich ein Gespräch mit meinem ehemaligen Trainer Ovidiu Becea, der mit seiner Frau Rita auf dem Kreuzfahrtschiff Aida nach Hamburg gekommen war. Ich zitiere daraus:
Frage: Ovidiu, was hast Du nach der Zwischenphase in Arad gedacht, bei der wir uns als Sieger für das Landesmeisterschaftsfinale der Handball-B-Junioren qualifiziert hatten?
Becea: Ich war mir sicher, dass wir weiterkommen werden, hatte aber schon dort erhebliche Bedenken, was das Endturnier betrifft. Ich ahnte schon, was kommen wird, denn ein Landesmeisterschaftsfinale war und ist immer noch ein Politikum, erst recht in der Zeit des Sozialismus. In der Vorbereitungssitzung des Endturniers wurde unsere Hatzfelder Mannschaft überhaupt nicht namentlich erwähnt, was mich dazu veranlasst hat, mich zu Wort zu melden und denen zu sagen: Hallo, wir sind auch noch da! Man antwortete mir: Wir dachten, dass Du als Schiedsrichter hier bist! Dies war mehr als peinlich.
Frage: Was hast Du gedacht, als wir in der Endrunde in Großwardein die ersten drei Spiele gewonnen hatten? Wir waren zweifellos die beste Mannschaft des Turniers und wenn alles mit rechten Dingen zugegangen wäre, dann wären wir verdient Landesmeister geworden.
Becea: Dass wir uns in der Endrunde der Landesmeisterschaft auch noch erlaubt hatten, die ersten drei Spiele zu gewinnen, hat für Unruhe gesorgt, und aus diesem Grund wurden Maßnahmen gegen uns ergriffen. Und so haben wir dann gegen Bukarest verloren. Zumindest haben sie uns von der Sichtung für die Junioren-Nationalmannschaft in Bukarest nicht ausgeschlossen.
Frage: Du hast mir 35 Jahre später erzählt, dass Du Dich damals mit dem Trainer der Junioren-Nationalmannschaft, Ghiţă Licu, unterhalten hast.
 


Becea:
Ghiţă Licu fragte mich, indem er auf Nikolaus Neidenbach und auf dich zeigte, wie ihr heißt. Ich sagte, das sind Neidenbach und Mühlroth. Schade, sagte Licu, dann kann ich sie nicht ins Ausland mitnehmen. Ich kannte Licu von der Nationalmannschaft, er als Weltmeister, ich als Junioren-Nationalspieler und durch unsere Trainingsspiele. Er war ehrlich und konnte sich als Spieler von Dinamo Bukarest, der Mannschaft der Miliz und der Securitate, erlauben, mir zu sagen, dass es euch nicht an Qualität gefehlt hatte, sondern dass man Angst davor hatte, Namen wie Mühlroth oder Neidenbach nicht aussprechen zu können, oder dass bei Euch schon beim ersten Auslandsaufenthalt der Verdacht auf Fluchtgefahr bestand. Es kam leider, wie es kommen sollte .... leider!
Nach dem Gespräch mit Ovidiu Becea, in dem ich die wahren Gründe erfahren hatte, warum mir eine Nationalmannschafts-karriere verwehrt geblieben ist, hat mich eine gewisse Wehmut befallen. Als Deutscher hatte man mir diese Chance verwehrt oder besser gesagt: Weil ich Deutscher war, hatte man mir diese Chance verwehrt. Wie leichtfertig und brutal man im Kommunismus mit menschlichen Schicksalen umgegangen ist, ist bekannt. Warum wollten die hohen Herren oben, dass wir aus Hatzfeld unbedingt gegen Bukarest verlieren? Wir waren doch besser als die gewesen und wir hätten, als die Besseren, Rumänien auch international besser repräsentiert. Ein logischer Trugschluss also oder doch der hypertrophe Glaube, dass Rumänien auch mit den unterlegenen Bukarestern immer noch Weltmeister werden könnte? Weil man ja schon viermal Weltmeister war, dachte man vielleicht, man könnte sich dies leisten. Neun Jahre später war der Kommunismus am Ende, und der rumänische Handball ist mit ihm untergegangen.
Nach dreijähriger Vorbereitung unter Trainer Ovidiu Becea ist es der Mannschaft der Hatzfelder B-Junioren gelungen, die Temescher Kreismeisterschaft zu gewinnen, die vorher regelmäßig von den Temeswarer Mannschaften der Sportschule und des Lyzeums Nummer 4 gewonnen worden war.
Ich hatte mit elf Jahren unter Trainer Hans Valery Handball zu spielen begonnen, ein Jahr später schon wieder aufgehört, weil es mir nicht gefallen hatte. Als Becea die C-Junioren übernommen hatte, bemühte er sich, eine Mannschaft aufzubauen. Und so schickte er meinen Cousin Nikolaus Neidenbach zu mir nach Hause, um mich zum Training zu holen. Ich spürte gleich, da wehte ein frischer Wind und blieb dabei. Becea baute eine Mannschaft auf, bei der alle mitgezogen haben und bei jedem Training bis zu ihrer Grenze und darüber hinaus gegangen sind. Nachdem die ersten zwei Jahre sich immer erfolgreicher gestalteten, war es zur Saison 1979/80 unser erklärtes Ziel, die Kreismeisterschaft der B-Junioren (15 bis 16 Jahre alt) zu gewinnen. Unser Trainingslager in Herkulesbad sah vor: Um 7 Uhr eine halbe Stunde Laufen (nein, nicht joggen!), eine zweistündige ......
 

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